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17. Dezember

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Woher kommen eigentlich die vielen Engel, die heute allgegenwärtig sind?

Klicken Sie auf die Play-Taste, wenn Sie etwas Musik hören möchten.

      

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Engel (hebräisch und griechisch für "Bote") tauchen in verschiedenen Kulturkreisen und Religionen als Götterboten/Vermittler zwischen Menschen und Gottheit auf.

In den Vorweihnachts- und Weihnachtsgeschichten kommen Boten=Engel in verschiedenen Rollen vor. Wir kennen den Verkündigungsengel Gabriel (Lukas 1) oder auch die Führungsengel für die Weisen und für Joseph (Matthäus 1,18 - 2,22).

Aber auch als "Evangeliums"-Engel und singende "himmlische Heerscharen" (Lukas 2) sind sie uns bekannt. Von daher kommen sie auch in der Musik und in der bildenden Kunst vor.

Aber im AT gibt es auch Versucher- und gar Todesengel, von den lüsternen Engeln ("Gottessöhnen") in 1 Mose 6 ganz zu schweigen.

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Als Schutzengel (Raphael) sind sie erst seit dem apokryphen Buch Tobit bekannt.
("Apokryphen" sind religiöse Schriften aus dem Umkreis der Bibel, die nicht in diese aufgenommen wurden und nicht öffentlich in der Gemeinde gelesen werden).

Bis ins Mittelalter stellte man sich die Engel selbstverständlich als ehrfurchtgebietende Jünglingsgestalten in antiken Togen vor - und stellte sie dementsprechend auch so dar, wie z.B. den oder die "Jünglinge in strahlenden Gewändern" am Ostermorgen.

Als man diese Gewänder nicht mehr verstand, begann man, die Engel als weibliche, zunehmend süsslichere und absolut unbedrohliche Wesen anzusehen und entsprechend darzustellen, - bis hin zu den drallen nackten Putten des Barock.

Die Angelologie (Engel-Lehre) ist eine eigene theologische Disziplin und zwar sowohl im Spätjudentum als auch in der Alten Kirche und bis heute in der katholischen Kirche.

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Seit der Renaissance (Raffael, Sixtinische Madonna) und erst recht im Barock wurden die Engel zu nackten, drallen, geflügelten Kleinkindern ("Putten") verniedlicht, - wobei der kleine nackte geflügelte Amor/Eros-Knabe Pate gestanden haben dürfte.

Das Wort stammt ursprünglich vom lateinischen putus und war in seiner italienischen Ausprägung putto (=Knäblein; plur. putti) bis Mitte des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum gebräuchlich (aus wikipedia).

Ende des 19. Jahrhunderts wiederum wurden sie als "gravitätisch-feierlich", gar tödlich-bedrohlich stilisiert (R.M.Rilke).

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt es eine neue "Engel"-Renaissance, auch unter dem Einfluss von "New Age". Teilweise könnte man fast schon von einem Engel-Kult reden.

Angelologie auf Wikipedia

      

Die Geschichte vom Schein, der trügt


Wir haben für Sie wiederum eine kleine Geschichte vorbereitet - es geht darin natürlich um Engel - vor allem aber darum, dass manchmal der Schein einfach trügt.

Aber lesen Sie doch selber, indem Sie auf das Bild links klicken. Die Geschichte öffnet sich in einem Popup-Fenster.

Vielleicht möchten Sie sie aber auch lieber ausdrucken und dann lesen oder aber weiter verschenken? Dann laden Sie sich doch die pdf-Datei "Der Schein" ganz unten auf der Seite herunter.

      

... und ausserdem:


Engel_der_Niki_de_St_Phalle_im_Hauptbahnhof_Zuerich.jpg

Engel der Niki de St. Phalle im Hauptbahnhof Zürich - die moderne Darstellung eines Engels.


Der_Schein.pdf
 
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