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Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?
Ein Einkommen ohne Erwerbsarbeit? Der Film Grundeinkommen zeigt auf, dass diese scheinbare Utopie durchaus einmal Realität werden könnte. Ein Film, der Emotionen auslöst und Fragen aufwirft.
Von Pfr. Stephan Pfenninger Schait Im 20. Kapitel des Matthäusevangeliums wird die Geschichte von den Arbeitern im Weinberg erzählt. Eine Geschichte, die unser Gerechtigkeitsempfinden arg strapaziert. Da arbeiten Menschen in einem Weinberg - einige nur für eine Stunde, andere hingegen den ganzen Tag lang. Am Abend wird ihnen allen der gleiche Lohn ausbezahlt.
Gleicher Lohn für ungleiche Leistung? Das empfinden viele als ungerecht. Löhne sollen vermehrt leistungsabhängig und deshalb auch vergleichbar und gerecht sein - so eine gängige Forderung. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass das Einkommen in unserer Gesellschaft mit der erbrachten Leistung oft kaum etwas zu tun hat. Erbringt ein Bauer, der sieben Tage pro Woche hart arbeitet und kaum einmal Ferien machen kann weniger Leistung als ein Direktor einer Grossbank? Das Einkommen suggeriert dies.
Noch deutlicher zeigt sich diese Ungerechtigkeit bei denen, die eine grosse Leistung erbringen und dafür keinen einzigen Rappen bekommen, wie beispielsweise eine Hausfrau. Wie viel würde eine Hausfrau verdienen, wenn ihre Leistung bezahlt würde?
Jeder Mensch braucht ein Einkommen - wenigstens so viel, dass er gut damit leben kann. Jeder Mensch soll dies auch bekommen, und zwar nicht aufgrund einer erbrachten Leistung, sondern bedingungslos - aus Achtung vor der Menschenwürde.
Das Film-Essay Grundeinkommen von Daniel Häni und Enno Schmidt thematisiert die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle - ein Zukunftsthema, das ebenso spannend wie herausfordernd ist. Der Film wird am Abend des 10. März im Reformierten Kirchgemeindehaus Kloten gezeigt.
Anschliessend stehen Daniel Straub und Christian Müller von der» Agentur mit Grundeinkommen für allfällige Fragen und für eine Diskussion zur Verfügung.
Datum: Mittwoch, 10. März 2010, 19.30 Uhr
Ort: Grosser Saal des Kirchgemeindehauses, Kirchgasse 30, Kloten
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